Wie funktioniert CBD?

Der Wirkstoff gelangt bei der innerlichen Anwendung in das menschliche Gehirn. Dort werden die körpereigenen Rezeptoren (CB1-Rezeptor, 5-HT1A-Rezeptor, Vanilloidrezeptor) angesprochen. Zuständig sind diese Rezeptoren für ein gesundes psychisches und physisches Gleichgewicht im menschlichen Körper. Rezeptoren sind für das Austauschen von Botenstoffen zuständig. Ein komplizierter Mikromechanismus, der in unserem Hirn rund um die Uhr stattfindet. Diese Botenstoffe bestimmen letztendlich unseren Alltag. Schmerzen, Freude, Unruhe, Angst und sogar Liebe zählen zu diesen körpereigenen biochemischen Prozessen. Dieser Austauschprozess lässt sich beeinflussen. Er verstärkt Emotionen und kann auch schmerzlindernd wirken. Weiter können diese Rezeptoren auch für das verstärkte Ausschütten von körpereigenen Wirkstoffen stimuliert werden. So wird gegen physische Krankheiten angegangen. Das CBD wirkt ähnlich wie eine Schmerztablette, deren Wirkstoff über das Blut in das Gehirn gelangt und dort das Schmerzempfinden eindämmt.

 

 

 

Wirkung von CBD

CBD kann schmerzlindernde Eigenschaften aufweisen. Es kann entkrampfend, anti-epileptisch, anti-psychotisch und angstlösend wirken. CBD kann weiter entzündungshemmend und antioxidativ sein. Es kann nervenschützende Eigenschaften haben und es kann antibakteriell gegen bestimmte Keime (MRSA) mit hoher Antibiotikaresistenz wirken. CBD hemmt schliesslich Übelkeit und reduziert das Risiko für die Entwicklung eines Diabetes. Das alles macht es zu einem interessanten Kandidaten für die Behandlung von chronischen Schmerzen, entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems, Epilepsie, Angststörungen, Psychosen oder Schizophrenien.

 

 

 

  • CBD stimuliert den Vanilloid-Rezeptor Typ 1 mit maximaler Wirkung, ähnlich wie das Capsaicin im Cayenne-Pfeffer. Das erklärt einen Teil der schmerzhemmenden Wirkung von CBD.
  • CBD lindert weiter entzündliche und neuropathische Schmerzen. Diese Unterdrückung chronischer Schmerzreize durch CBD wird vermutlich durch den Glycin-Rezeptor vermittelt.
  • CBD hemmt den Abbau des körpereigenen Cannabinoids Anandamid und erhöht so dessen Konzentration. Die beobachtete antipsychotische Wirkung von CBD wird auf diese Erhöhung des Anandamid-Spiegels zurückgeführt.
  • CBD verstärkt die Signalwirkung von Adenosin. Dieser körpereigene Stoff blockiert die Ausschüttung von aktivierenden und belebenden Neurotransmittern (= Botenstoffe im Nervensystem). Auf diesem Mechanismus könnten einige der entzündungshemmenden Wirkungen von CBD beruhen. Ein weiterer Grund für die entzündungshemmende Wirkung von CBD ist dessen Bindung an den GPR55-Rezeptor.
  • CBD ist ein wirkungsvolles Antioxidans (= Fänger freier Radikale). Es wurde gezeigt, dass CBD oxidative Schädigungen mindestens so gut verhindert wie Vitamin C oder Vitamin E.
  • CBD hemmt die Vermehrung von bestimmten Hirntumor-Zellen (Gliom-Zellen), indem es deren Autophagie hervorruft, eine Form der Zellzerstörung.
  • Forscher untersuchen seit mehreren Jahren die krebshemmenden Wirkungen von CBD. So wurde nachgewiesen, dass CBD die Bildung neuer Blutgefässe in Tumorgeweben hemmt.
  • CBD bindet antagonistisch (d.h. als Gegenspieler) an den CB1-Rezeptor und hemmt daher mehrere Wirkungen von THC.

 

Das Menschliche Nervensystem

Unser Körper besteht aus Zellen. Darunter befinden sich natürlich auch Nervenzellen. Diese bilden unser Nervensystem und steuern uns. Damit ist gemeint, dass Nervenzellen unsere Motorik, Sinne und Gefühle steuern. Ebenso auch das Immunsystem. Ein Teil unseres Nervensystems ist das Endocannabinoid-System. Dieser Teil des Nervensystems ist durch chemische und pflanzliche Substanzen (z.B. Schmerztabletten oder Alkohol) beeinflussbar. Und genau hier wirkt auch das Cannabidiol (CBD). Das menschliche Nervensystem wird wiederum mittels Rezeptoren angesprochen und bestimmt. Rezeptoren sind die Sender und Empfänger, die Botenstoffe (Informationen) austauschen. 

Man kann sich das Nervensystem wie eine lange Straße vorstellen, durch die ein Postbote fährt und Briefe in die verschiedenen Briefkästen wirft. In diesen Briefen sind die Informationen für das Nervensystem enthalten. Das können, wie im Beispiel auch, gute und schlechte Botenstoffe (Briefe) sein, die dann unseren Alltag bestimmen. Diese Informationen (Briefe) beeinflussen unser Schmerzempfinden, unser Immunsystem und auch eine ganze Menge Gefühle. 

periphere-nervenchirurgie-1.jpg

CB1 & CB2 Rezeptor

Insgesamt gibt es fünf verschiedene Rezeptoren (Briefträger), die in unserem Nervensystem ausschlaggebend für lebenswichtige Informationen sind. Einer davon ist der CB1-Rezeptor (Cannabinoid Rezeptor). Dieser ist zuständig für das Transportieren von Informationen, die hauptsächlich für unser psychisches Gleichgewicht bzw. Wohlbefinden, zuständig ist. Durch das CBD wird der CB1-Rezeptor dahin stimuliert seine schlechten Informationen einzudämmen. Das wiederum wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Der CB1-Rezeptor ist hauptsächlich im Gehirn lokalisiert des zentralen Nervensystems (ZNS), im Rückenmark und im peripheren Nervensystem. 

Der Aufgabenbereich des CB2-Rezeptors hingegen liegt hauptsächlich im neurologischen Bereich. So kann dieser zum Beispiel für eine Krankheit wie Alzheimer verantwortlich sein. Auch dieser Rezeptor lässt sich, wie sein großer Bruder CB1, durch Cannabidiol positiv beeinflussen. Der CB2-Rezeptor ist vermehrt im Lymph- und Immungewebe angesiedelt. 

Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1) und der Cannabinoid-Rezeptor 2 (CB2) sind Teil des sogenannten Endocannabinoid-Systems (ECS). Das Endocannabinoid-System dient der Regulierung von Körperabläufen.

Es hat einen Einfluss auf die:

  • Leistung des Abwehrsystems

  • Die Schmerzwahrnehmung

  • Die Entstehung von Ängsten

  • Die Stimmungslage

  • Die Regulation von Appetit, Schlaf und Körpertemperatur

Das Endocannabinoid-System kann nicht nur durch Cannabinoide aus den Hanfgewächsen beeinflusst werden. Der Körper selbst bildet Stoffe, die sogenannten Endocannabinoide, die Einfluss auf das System nehmen. Ein der bekanntesten Endocannabinoide ist Anandamid. Anandamid findet sich vor allem im zentralen Nervensystem und vermittelt dort seine schmerzstillenden und stimmungsaufhellenden Effekte. Aufgrund der zentralen Rolle des Endocannabinoid-Systems im Körper ist es nachvollziehbar, dass dieses einen entscheidenden Einfluss auf unser Wohlergehen und auf eine mögliche Genesung im Krankheitsfall haben kann. Aus diesem Grund wurden Cannabinoide wie Cannabidiol und THC in den letzten Jahrzehnten genauer unter die Lupe genommen.

Tabelle%20CB1%20-%20CB2_edited.jpg

Medizinische Anwendung

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass CBD nur schwach mit den Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems interagiert. Seine Wirkung kommt vielmehr daher, dass es den Abbau der körpereigenen Endocannabinoide hemmt. Mit der Einnahme von CBD kann also die Wirkung der körpereigenen Substanzen verlängert und verstärkt werden.

 

 

 

Bei folgenden Krankheiten kann CBD eine vorbeugende oder heilende Wirkung haben:
Neurologische Erkrankungen
  • Alzheimer
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
  • Huntington-Krankheit, Huntington’s Disease (HD)
  • Hirntumore
  • Epilepsie
  • Periphere Neuropathien
Psychiatrische Erkrankungen
  • Entwöhnung von Rauchen und Kiffen
  • Angstzustände (Phobien)
  • Leichte Schizophrenien
Schmerzen
  • Nervenschmerzen
  • Migräne
  • Muskelspasmen
  • Arthrosen
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten:
CBD wird in der Leber abgebaut. Dort hemmt es die Aktivität zweier Enzyme, welche für den Abbau verschiedener Medikamente verantwortlich sind. Diese Medikamente könnten langsamer abgebaut werden und stärker wirken, wenn sie zusammen mit CBD eingenommen werden. Betroffen sind die Säurehemmer Pantoprazol und Ondansetron sowie die Antiepileptika Clobazam (Frisium) und Risperidon (Risperdal). Bei der Einnahme grosser Mengen von CBD ist deshalb Vorsicht geboten, wenn gleichzeitig eines dieser Medikamente eingenommen werden muss.
CBD gilt als ausgesprochen sicher. Einzig während der Schwangerschaft sollte CBD nicht eingenommen werden, da CBD gemäss einer Studie die Schutzfunktion der Plazenta reduzieren und ihre Eigenschaften verändern kann.
Für weitere Infos klicken Sie bitte auf den unten stehenden Link:

 

 

 

Hinweis zu CBD in der Medizin

Diese Seite ist nur zu Informativen Zwecken gedacht. Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Nach der Schweizer Heilmittelverordnung sind jegliche Heilversprechen untersagt. Aus diesem Grund verzichten wir von Swiss Legal Green darauf, CBD als Heilmittel zu bestätigen und preisen dieses auch nicht als solches an.
CBD kann pharmakologische Eigenschaften aufweisen.
Wir sind keine Ärzte, beraten niemanden zu medizinischen Fragen und stellen deshalb auch keine Diagnosen.
Wir geben keine detaillierte Auskunft zu Dosierungen sondern lediglich Empfehlungen oder geben Ihnen Informationen aus Studien weiter, welche selbständig im Internet gefunden werden können. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.
 
Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.
Die Einnahme und der Konsum von CBD unterliegt der Eigenverantwortung jedes Kunden.

Die Bioverfügbarkeit von CBD

Die orale Aufnahme von CBD

Bei der oralen Aufnahme von CBD ist die Wirkung aufgrund der geringeren Bioverfügbarkeit schwächer. Das liegt an dem sogenannten „First-Pass-Effekt“. CBD wird beim oralen Konsum sowohl in der Leber als auch im Magen-Darm-Trakt verstoffwechselt. Das ist der Grund dafür, dass die Bioverfügbarkeit beim oralen Konsum von CBD nur bei rund 20% liegt.

Dadurch, dass der Wirkstoff erst durch die Leber muss sinkt die Bioverfügbarkeit – aber auch, wenn die Bioverfügbarkeit bei dieser Anwendungsform vergleichsweise gering ist, hat sich gezeigt, dass die Wirkung länger anzuhalten scheint, als bei anderen Formen der Anwendung. Ein beliebtes Produkt für die orale Anwendung ist CBD-Öl.

Erfahrungsberichte und Studien legen außerdem nahe, dass die Bioverfügbarkeit nicht nur von den bereits erwähnten Faktoren abhängig ist. Darüber hinaus ist es wichtig, welche Terpene und andere Cannabinoide im Öl enthalten sind. Durch den sogenannten Entourage-Effekt liegt die Besonderheit der Wirkung im Zusammenspiel aller Wirkstoffe.

Anmerkung: Eine höhere Bioverfügbarkeit heißt nicht unbedingt bessere Wirkung. Manche Studien legen nahe, dass Cannabinoide erst durch ihre Verstoffwechselung richtig wirksam werden – die geeignete Anwendungsmethode ist eine sehr individuelle Sache. Am besten probiert man die gängigsten Methoden aus und entscheidet dann nach eigenen Erfahrungswerten, welche Anwendungsform die besten Ergebnisse erzielt.

Der Begriff «Bioverfügbarkeit» stammt aus der Pharmakologie und bezeichnet den prozentualen Anteil des Wirkstoffs, der bei Einnahme bzw. Verabreichung unverändert im systemischen Kreislauf zur Verfügung steht. Die Bioverfügbarkeit ist eine Messgrösse dafür, wie schnell und in welchem Umfang z.B. ein Arzneimittel resorbiert wird und am vorgesehenen Wirkort zur Verfügung steht.

 

Cannabidiol («CBD») kann auf viele verschiedene Arten und Weisen in den Blutkreislauf gelangen und hat bei jeder Applikations- bzw. Konsumform eine unterschiedliche Bioverfügbarkeit. Nachfolgend soll geklärt werden, welches die effektivste Konsumart von CBD ist:

Wie kann ich die Bioverfügbarkeit von CBD bei der Anwendung maximieren?

Grundsätzlich lässt sich sagen: Je mehr Fette und Öle – auch als Lipide bezeichnet – aufgenommen werden, desto besser wird CBD in unserem Körper verstoffwechselt. Das liegt daran, dass CBD lipophil — also fettlöslich — ist. Fette helfen dem Körper dabei, CBD an die relevanten Rezeptoren des Nervensystems zu befördern.

  

Vor allem beim oralen Konsum von CBD sind Fette für die Erhöhung der Bioverfügbarkeit wichtig. So wird das Lymphsystem zur Verstoffwechslung von CBD aktiviert und ein Teil des Wirkstoffs kann, ohne über die Leber metabolisiert werden zu müssen, an die Rezeptoren gelangen. Nachfolgend stellen wir ein paar gängige Anwendungsformen vor.